Kurz gesagt
  • Eine Deckenheizung lässt sich in vielen Bestandsgebäuden nachrüsten, wenn die Decke tragfähig und eben genug ist.
  • Bei Direktmontage der DHS-Klimaplatte geht kaum Raumhöhe verloren – nur wenige Zentimeter.
  • Die große Fläche arbeitet mit niedrigen Vorlauftemperaturen und passt deshalb gut zur Wärmepumpe.
  • Dieselbe Decke kann im Sommer auch kühlen, wenn die Anlage dafür ausgelegt ist.

Warum die Decke im Altbau oft die bessere Wahl ist

Eine Fußbodenheizung nachzurüsten bedeutet meist: alten Belag entfernen, neuen Aufbau mit Estrich herstellen, Trocknungszeiten abwarten und Türen kürzen. Im bewohnten Haus ist das ein großer Eingriff.

An der Decke sieht das anders aus. Die DHS-Klimaplatten werden trocken montiert, direkt auf die bestehende Decke und ohne Unterkonstruktion. Es gibt keinen Estrich, der trocknen muss, und die Böden bleiben, wie sie sind. Außerdem ist die Decke fast nie von Schränken, Teppichen oder Sofas verdeckt. Die Fläche steht also nahezu vollständig zum Heizen und Kühlen zur Verfügung.

Die Voraussetzungen

Ob sich eine Decke eignet, klären wir vor jedem Projekt. Diese Punkte sind entscheidend:

  • Tragfähigkeit: Die Decke muss das zusätzliche Gewicht sicher aufnehmen. Eine Klimaplatte wiegt 7 kg, fertig mit Oberfläche sind es rund 15 kg pro m² – leicht genug für die meisten Decken.
  • Untergrund: Beton, Ziegel und Holzdecken sind geeignete Untergründe für die Direktmontage. Auch auf bestehende abgehängte Gipskartondecken haben wir die Klimaplatte schon oft montiert – dann prüfen wir vorher Art und Alter der Abhängung.
  • Ebenheit: Die Klimaplatte gleicht keine Unebenheiten aus. Ist die Decke zu uneben, wird zuerst eine abgehängte, beplankte Decke hergestellt.
  • Raumhöhe: Bei Direktmontage beträgt der fertige Aufbau ca. 2,7 cm. Eine Abhängung kommt gegebenenfalls hinzu.
  • Leitungsweg: Ihr Installateur bringt Vor- und Rücklauf vom Wärmeerzeuger bis zum Unterverteiler. Ab dort übernehmen wir – den Weg zu den Räumen planen wir gemeinsam.

So läuft die Nachrüstung ab

  1. Bestandsaufnahme: Wir besprechen Räume, Decken, vorhandene Heizung und Ihre Wünsche – zuerst am Telefon, dann bei Bedarf vor Ort.
  2. Planung: Sie erhalten ein Angebot. Danach entsteht ein projektbezogener Verlegeplan mit Leuchten, Aussparungen und Rohrführung.
  3. Montage: Die Klimaplatten werden nach Plan an die Decke gesetzt. Größere Projekte lassen sich raum- oder abschnittsweise umsetzen.
  4. Oberfläche: Bei der Ausführung durch DHS entsteht die fertige Decke aus zwei Lagen Ton – malerfertig. Danach sieht die Decke aus wie jede andere, nur ohne sichtbare Technik.
  5. Anschluss und Inbetriebnahme: Wir schließen die Klimadecke am Unterverteiler an, Ihr Installateur nimmt sie in Betrieb. Eine eigene Regelung braucht sie nicht – die Vorlauftemperatur stellt der Wärmeerzeuger nach der Außentemperatur ein.

Deckenheizung und Wärmepumpe im Altbau

Viele Sanierungen beginnen mit dem Wunsch nach einer Wärmepumpe. Eine Wärmepumpe arbeitet umso effizienter, je niedriger die Vorlauftemperatur ist. Genau hier hilft die große Heizfläche der Decke: Sie gibt die nötige Wärme schon bei niedrigen Wassertemperaturen ab. Die DHS-Klimaplatte ist auf Vorlauftemperaturen unter 30 °C beim Heizen ausgelegt.

Wie viel Fläche und welche Temperatur Ihr Haus tatsächlich braucht, hängt von der Heizlast ab – also davon, wie viel Wärme das Gebäude verliert. Das klären wir gemeinsam mit Ihrem Planer oder Installationsbetrieb.

Im Sommer auch kühlen

Ein großer Vorteil der Decke: Sie kann im Sommer kühlen. Kühles Wasser nimmt über die Fläche Wärme aus dem Raum auf – leise und ohne Luftzug. Voraussetzung ist eine Kältequelle – am einfachsten eine reversible Wärmepumpe. Eine Taupunktüberwachung braucht es nicht: Die Tonoberfläche puffert die Luftfeuchte. Mehr dazu im Ratgeber Deckenkühlung.

Beispiele aus der Sanierung

Im Naturhotel Alpenrose wurden 30 Zimmer mit rund 600 m² Heiz- und Kühldecke ausgestattet, direkt auf die Bestandsdecke montiert. In der Sparkasse Rattenberg, einem denkmalgeschützten Gebäude, heizen und kühlen 800 m² Klimafläche; über 300 Leuchten wurden direkt in die Decke integriert. Weitere Projekte finden Sie in unseren Referenzen.

Häufige Fragen

Reicht die Klimadecke als einzige Heizung?

Ja. Die DHS-Klimadecke reicht als einzige Heizung – und im Sommer als einzige Kühlung. Heizkörper, Fußbodenheizung oder Klimagerät brauchen Sie daneben nicht. Dazu kommt nur der Wärmeerzeuger, am besten eine reversible Wärmepumpe.

Kann ich nur einzelne Räume nachrüsten?

Ja. Die Klimadecke kann auch in einzelnen Räumen oder Geschossen eingebaut werden. Wichtig ist, dass die Anbindung an Unterverteiler und Wärmeerzeuger geplant ist.

Kann ich während der Arbeiten im Haus wohnen?

Je nach Umfang ist eine Umsetzung in einzelnen Räumen oder Abschnitten möglich. Die gerade bearbeiteten Räume sind während der Arbeiten nicht wie gewohnt nutzbar. Den Ablauf stimmen wir vorab mit Ihnen ab.

Kann ich die Klimaplatten selbst montieren?

Mit Erfahrung im Trockenbau kann der Selbsteinbau infrage kommen. Prüfung und Inbetriebnahme übernimmt Ihr Installateur. Mehr zum Selbsteinbau

Gibt es eine Förderung?

Förderungen hängen vom Programm, vom Bundesland und vom Projekt ab und ändern sich laufend. Klären Sie die Voraussetzungen vor Auftragsvergabe mit der zuständigen Förderstelle. Viele Programme setzen die Ausführung durch einen Fachbetrieb voraus.